Tarifvertrag einzelhandel 2019 tabelle

Die nationalen Tarifverhandlungssysteme unterscheiden sich sehr stark in Bezug auf Höhe, Abdeckung, Inhalt und Art der Verhandlungen, und dies gilt für den Einzelhandel. Tabelle 9 fasst die Struktur des Verhandlungssystems in den 21 Ländern zusammen. Anmerkungen: NACE 52 = Einzelhandel, ausgenommen Kraftfahrzeuge und Motorräder, sowie Reparatur von persönlichen und Haushaltswaren; Wirtschaft definiert als NACE-Abschnitte C-I und K Unionsdichte im Einzelhandel und in der Gesamtwirtschaft Der gesetzliche Mindestlohn wird mit 1,34% pro 1. Januar 2019 angehoben. An diesem Tag werden die Löhne der Lohnskalen mit dem gleichen Prozentsatz angehoben. Arbeitnehmer, die über dem Höchstbetrag ihrer Skala liegen, haben keinen Anspruch auf diese Erhöhung. Bitte beachten Sie auch den Übergang von den alten Lohnskalen zu den neuen Lohnskalen: Änderungen des Tarifvertrags für den gewerblichen Sektor In den meisten Ländern – Österreich, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und Schweden (in gewissem Maße Belgien) – spielen sektorale Verhandlungen eine dominierende Rolle bei der Festlegung von Löhnen und anderen Bedingungen, auch wenn ihre Zusammensetzung sehr unterschiedlich sein kann. In Dänemark gibt es ein einziges Abkommen für den Einzelhandel, aber mehrere in den anderen Ländern. So gibt es beispielsweise zwei Vereinbarungen über den Einzelhandel in Österreich (für Arbeiter und Angestellte) und Bulgarien (für Handel bzw.

Einzelhandel) und drei in Italien (für mittlere und große Einzelhändler, kleine Einzelhändler bzw. Genossenschaften). In Norwegen und Schweden gibt es eine Hauptvereinbarung sowie eine Reihe von Vereinbarungen, die eine Reihe spezifischer Teilsektoren oder Arbeitnehmerkategorien abdecken. In den Niederlanden finden Verhandlungen im Einzelhandel auf subsektoraler Ebene statt. In Deutschland werden sektorale Vereinbarungen auf regionaler Ebene geschlossen. Schließlich gibt es in Spanien eine Vielzahl von sich überschneidenden Vereinbarungen, die bestimmte Teilsektoren oder Betriebsarten abdecken und unterschiedliche gebietshohe Erfassungen (national, regional oder provinziell) aufweisen. In Ungarn und Lettland zeichnen sich sektorale Tarifverhandlungen ab, obwohl formelle Vereinbarungen über Löhne und Bedingungen noch nicht getroffen wurden – in Ungarn geben die Sozialpartner im Einzelhandel jedoch Lohnempfehlungen ab. Auch in Frankreich finden sektorale Verhandlungen statt, mit Vereinbarungen, die mehrere Teilsektoren abdecken, aber es ist nicht die wichtigste Ebene der Verhandlungen im Einzelhandel. Arbeitnehmer unter 22 Jahren wechseln von der “Lohntabelle 2018 alt” auf die anwendbare nächste Erhöhung in “Lohntabelle 2018 neu” nach ihrem Geburtstag.

Im Gegensatz zu den in vielen einzelnen Ländern beobachteten Trends sind die Organisationen der Sozialpartner, die den Einzelhandel vertreten, auf europäischer Ebene stärker als in vielen anderen Sektoren, und es gibt eine lange und bemerkenswerte Bilanz des sozialen Dialogs auf dieser Ebene. Arbeitnehmer, die vor dem 1. Februar 2019 eine Beschäftigung aufgenommen haben, erhalten am 1. Februar 2019 für den Zeitraum vom 1. Februar 2018 bis zum 31. Januar 2019 eine einmalig bezahlte Zahlung von 0,75 % der Summe von 12 Bruttomonatsgehältern ohne Urlaubszuschlag für den Zeitraum vom 1. Februar 2018 bis zum 31. Januar 2019, es sei denn, sie erhielten in diesem Zeitraum eine Gehaltserhöhung. Dennoch scheinen diese gewerkschaftlichen Perspektiven schwer auf den Bereich der Tarifverhandlungen und spezifischer Initiativen zu übertragen.

Die Situation in Österreich kann als Beispiel für die Geschehnisse in mehreren Ländern herangeführt werden: Obwohl die Einzelhandelsgewerkschaften spezielle Gender Mainstreaming-Pläne zur Intensivierung ihrer geschlechterbezogenen Politik gebilligt haben – was beispielsweise bedeutet, dass alle Tarifverträge in ihrem eigenen Bereich auf Klauseln geprüft werden, die Frauen in Bezug auf Bezahlung oder beruflichen Status diskriminieren -, werden die tatsächlichen Auswirkungen solcher Pläne auf die Arbeitsbeziehungen als kaum wahrnehmbar bezeichnet. Diese Situation steht in gewissem Maße im Zusammenhang mit dem Verhalten der österreichischen Arbeitgeber: Rhetorik, die von der Unternehmensleitung vorangebracht wird, führt selten zu wirksamen positiven Aktionsplänen zur “Stärkung” von Frauen.